: ich bin´s nicht ...
heute erfuhr ich, dass ein bekannter verwandter im sterben liegt.
lungenkrebs - endstadium. nicht mehr operabel, wie es heißt ...
wir beide sahen uns vielleicht 8 oder 9 mal.
zuwenig für eine enge persönliche beziehung. und dennoch oft genug,
um zu wissen, dass wir uns verstehen und jederzeit für einander da sind.
der clou - er beendete das rauchen vor 2 jahren. ein versprechen am bett seines vaters.
der auch daran zu grunde ging.
natürlich gibt seine krankheit anlass an mich die frage zu stellen:
willst du nicht zu rauchen aufhören?
meine antwort im "vollbesitz" meiner gesundheit: nein
"was wäre wenn ... (die berühmte frage!) ... du erfahren würdest, dass du ..."
antwort: ich würde wünschen, dass ... ich meine letzten stunden mit leben füllen könnte.
"ja würdest du dir nicht wünschen, dass du nie geraucht hättes?"
antwort: nein.
wozu auch. würde ich es - ich hätte es ja trotzdem getan und kann es nicht mehr ändern.
wäre es so einfach - bereuen=ändern. wie einfach wäre es dann.
und jeder kranke, enttäuschte oder verlorene würde es sofort tun ...
ich kann nun eigentlich nur eines tun ...
meinem verwandten bekannten sagen,
wieviel er mir bedeutet und wie stolz ich bin ein freund von ihm sein zu dürfen.
gerne würde ich haben, es würde ihm wieder gut zu gehen
und der krebs hätte sich geschlichen - von dannen, amen.
wir sahen, trafen uns nicht oft - doch du gehörst zu meinem herzenskreis.
leide nicht zuviel.
komm, lass uns einen trinken gehen.


